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Das Moers-Festival-Quintett um ling dao Tim wird den Weg zurück ins ferne 2021 wagen, um die Geheimnisse des 50. moers festival zu lüften. Möge Kung-Fu-Tse ihnen beistehen!

Nach mutigem Abstieg in den Moerser underground werden die frischgebackenen Archäologen darum bangen, dass Holo-Technik, Rückhol-Gurte und Stream-Frequenz funktionieren – sonst sitzen sie für immer in der Vergangenheit fest!

Der erste Eindruck täuscht: Die sieben Brit*innen kommen so entwaffend frisch und jugendlich rüber, dass man glaubt, einer fröhlichen Gruppe von Erstsemestern zu begegnen. Doch die breite Range von Stilen, die Unbeirrbarkeit der Entwicklungen, der selbstverständliche Einsatz von Detunings und Geräuschen, kurz: der unverwechselbare Stil der Band lassen ein verdammt ausgeschlafenes konzeptionelles Bewusstsein erkennen.

Ihre Musik wurde mit komplexen Soundtracks verglichen, und da ist sicher etwas dran. Aber es sind Soundtracks zu Momentaufnahmen unseres Daseins, Polaroids unserer sich auflösenden Kultur, unserer ganzen fragilen Existenz.

Wir sind gespannt, welche Überraschungen dong shì zong jing li Helena, ling dao Tim, shì zhang Christoph, gai bù Wolfgang, zhu xí Mark bei ihrer Reise zurück ins Jahr 2021 erleben werden....

Liebe moersianer*innen,

moersifiziert Euer Eigenheim, Euren Gartenzaun oder Euer Firmengelände zum 50. moers festival und bekennt Euch zu Eurem Festival! 

Dazu spendieren wir Euch einen wind-und-wetter-und-feuerfesten, geöst und gesäumten und mit dem neuen, noch streng geheimen Festivalplakat bedruckten Banner in einem dieser Formate:

Schrägdenkerformat klein: 1,30m breit x 1,00m hoch
Schrägdenkerformat mittel: 2,00m breit x 1,50m hoch
Schrägdenkerformat groß: 4,00m breit x 1,50m hoch
Hochdruckformat: 1,50m breit x 2,00m hoch

Dabei reservieren wir Euch auf dem Banner eine Freifläche für Euren Gruß für oder Eure Erinnerung an das moers festival. Ganz persönlich, von Euren Kids kreativ gestaltet oder förmlich mit Firmenlogo. Fast alles geht!

Macht mit und schreibt uns Euer Wunschformat an: info(@)moers-festival(.)de
Im Anschluss erhaltet Ihr eine Vorlage auf dem Ihr Euch vorzugsweise mit Edding verewigen und offiziell moersifizeren lassen könnt.

Euer moers festival

Wir laden ein zur Pressekonferenz des 69. moers festival, das vom 15.-27. Mai 2040 virtuell, holografisch, im Sphären-Netz und im Park stattfinden wird. Es öffnet sich ein Zeittunnel am Mittwoch, 24. März um 11:00 Uhr im Moerser Underground und macht aus der Festivalleitung mutige Archäologen, die ins Jahr 2021 zurückreisen! Wer wissen möchte, wie damals eigentlich das  50. Jubiläumsfestival geplant wurde, ist auf unserer Website oder hier bei FB live dabei! 

n lockerer Folge stellen wir euch nun nach und nach unser (aufregendes) Programm vor! 

Sylvie Courvoisier Trio (CH, US)
Sylvie Courvoisier (p, comp)
Drew Gress (b)
Kenny Wollesen (dr, wollesonics)

Ohne Zweifel zählt die Schweizer Pianistin Sylvie Courvoisier zu den interessantesten Tastenkünstler*innen unserer Tage. Faszinierend ist die Durchlässigkeit ihrer Musik: hinter fast atomisierten Klavier-Trio-Strukturen blitzen Anspielungen an die große europäische Tradition von Ravel bis Stockhausen auf. Das atemberaubende Zusammenspiel ihres Trios mit Drew Gress und Kenny Wollesen lebt von der Präzision der Klangfarben, Texturen und Energien. Wahrhaft moderner Jazz von 2021 auf höchstem Niveau!

Liebe Moersianer*innen, 
schickt uns bitte weiterhin Dinge, die euch mit dem moers festival verbinden. Kleine Schätze und Kuriositäten können für uns genauso spannend sein, wie von euch auf Dachböden archivierte Zeitungsberichte und Fotos. 

Die WDR Lokalzeit hat uns kürzlich im Festivalbüro am Ostring 9 besucht und die ersten Ergebnisse unseres Aufrufs sowie spannendes Videomaterial aus dem WDR Archiv veröffentlicht. Schaut mal!

Großartig!
Ab heute steht die Liveaufnahme des Quartetts Debacker / Zwissler / Hübsch / Nillesen als CD in unserem "moerchandise shop" zum Kauf bereit. Nach der Veröffentlichung von "Martin - Schumacher - Ter Braak - Zhulali play Julius Eastman" ist es bereits der zweite veröffentlichte Mitschnitt vom moers festival 2020. To be continued!

Das 2017 gegründete Quartett veröffentlicht beim Kölner Label IMPAKT records. Es erwartet Euch: Improvisierte Musik im klanglichen Gewand von Elektronischer Neuer Musik!

Marlies Debacker - piano, clavinet
Carl Ludwig Hübsch - tuba, objects
Etienne Nillesen - extended snare drum
Florian Zwißler - synthesizer


Wer die Musiker*innen noch einmal "live" bei ihrem Release-Konzert erleben möchte, schaltet bitte ab 20:30 Uhr den Livestream aus dem Loft in Köln ein.

 

Fotos: Heike Cervellera

Die eine verabschiedet sich von ihren Moerser Fans, die anderen stellen sich eindrucksvoll vor: Das Übergabekonzert zu Beginn der neuen Improviser-Residenz ist immer das beliebteste Konzert des Moers-Jahres! Mariá Portugal, Kevin Shea und Matt Mottel haben es gerockt und dem Stream aus der improviser´s residency so viel Energie, Druck, Witz und Überraschung verliehen, dass es sich am Bildschirm anfühlte, als wäre man live dabei gewesen. Viele Klicks, zahlreiche Kommentare und ein großes begleitendes Zoom-Meeting zeigten uns, dass das analoge online-Format viel mehr ist, als nur eine dem Seeungeheuer geschuldete Notlösung. Go, Kevin & Matt!

Vorverkauf Start!!!

Wir haben es genau gesehen - das Bambi hat gerade geblinzelt. Endlich kann der Vorverkauf für das moers festival 2021 starten.

Alle Fragen rund um den Vorverkauf erklärt Euch unser "Gebrauchsanleitungs"-Video.

Die limitierten Festival- und Tagestickets können hier bestellt werden.

Das mœrs festival bekommt im Jubiläumsjahr sogar zwei neue improviser in residence! Die New Yorker Kevin Shea und Matt Mottel sind in Moers keine Unbekannten. Mehrfach schon waren sie auf dem Festival zu Gast, vor allem als Duo Talibam!

Unvergessen ihr Big Impact 2018, als Keyboarder Mottel einem Schlagzeuggewitter von 12 Drummern gegenübertrat – vermutlich das lauteste Abschlusskonzert aller mœrs festivals! Mottel und Shea sind höchst fantasievolle, interdisziplinär arbeitende Künstler, deren politische und gesellschaftliche Implikationen weit über das Musikalische hinausgehen. Für ihr Jahr in Moers haben sie einiges mitgebracht: Sie wollen der Geschichte des deutschen Free Jazz nachspüren, der seit den 1960er Jahren zahlreiche Verbindungen in die USA aufgebaut hat. Das  kann man an den Programmen des mœrs festival besonders gut ablesen – wie passend zum Jubiläumsjahr! Projekte mit Migranten sind ebenso geplant wie zahlreiche Aktionen im öffentlichen Raum, lassen wir uns überraschen!
Der Name Talibam! geht übrigens auf eine Überschrift in einer New Yorker Zeitung zurück, die versucht hat, das Bombardement der Amerikaner in Afghanistan heroisch zu verbrämen, einen Angriff, den die beiden Künstler aufs Schärfste verurteilen.

Das von der Kunststiftung NRW maßgeblich geförderte Projekt geht ins 14. Jahr. Jährlich werden Persönlichkeiten der internationalen Szene als StadtmusikerInnen nach Moers eingeladen.

Kevin und Matt richten sich nun in der Residenz an der Kleinen Allee 10 am Kastell ein und bereiten das Übergabekonzert mit Mariá Portugal vor. Das kann man als Stream am Freitag, 05.02. um 20:00 Uhr hier und bei Facebook erleben.

Foto von Miriam Juschkat.

Unsere erste Gebrauchsanleitung beantwortet viele Fragen zum Thema „Kartenvorverkauf“ für das moers festival 2021, der in fünf Tagen am
01. Februar um 12:00 Uhr startet!

Die Fragenliste findet Ihr nochmal übersichtlich hier. Weitere Fragen könnt Ihr auch per Mail an info(@)moers-festival(.)de stellen.

Ja, auch 2021 hat das moers festival einen neuen improviser in residence! Wer das ist, verraten wir am Freitag, 29.01. um 11 h in einem Stream direkt aus der improviser´s residency. Und auch das Übergabekonzert, in dem Mariá Portugal sich verabschiedet und der neue Künstler sich musikalisch vorstellt, findet statt. Ebenfalls im Stream aus dem wunderbaren Saal des Alten Landratsamts am Freitag, 05.02. um 20 h. Nicht verpassen!

Der Lohn für vier Jahre harte und leidenschaftliche Arbeit als Geschäftsführer der Moers Kultur. Das Team des moers festivals dankt es Claus Arndt mit einem Mannschaftstrikot und erinnert an gemeinsame schöne Momente. Claus‘ ausgleichender und besonnener Art ist es zu verdanken, dass das Festival heute wieder solide aufgestellt ist und eine große Akzeptanz in Moers genießt.

Volksbank Niederrhein neuer Partner des Festivals!

Ermöglichen, was möglich ist: Mit einer großen LED-Wand im Schlosspark will die Volksbank Niederrhein die Moerser Musikfans am Genuss ausgewählter Konzerte am Pfingstwochenende live aus der ENNI-Eventhalle teilhaben lassen.

Das Ungeheuer ist gekommen, um zu bleiben – es hat uns immer noch fest im Griff. „Niemand kann heute sagen, ob und wie viele Zuschauer zu Pfingsten in die Halle dürfen,“ gibt Tim Isfort, seit 2017 künstlerischer Leiter des mœrs festival, zu bedenken. „Aber es wäre sträflich, kulturelle Veranstaltungen jetzt nicht – mit allen Eventualitäten – zu planen.“ „Wir sind mit großer Freude und Stolz neuer Partner des Festival und möchten mit der Übertragung im Schlosspark gerade das 50. Jubiläum für die MoerserInnen so echt und direkt wie möglich erlebbar machen,“ so Volksbank Niederrhein-Chef Guido Lohmann. Die Volksbank improvisiert gemeinsam mit dem Festival und will eine große LED-Wand aufstellen, damit trotz Pandemie bei hoffentlich etwas entspannterer Lage Ende Mai mit aller Vorsicht und Sorgfalt dennoch Festivalatmosphäre aufkommen kann. Dafür ist im Moerser Schlosspark ein großes Areal geplant sowie ein umfangreiches Sicherheits- und Hygienekonzept. „So kann es trotz des Virus hoffentlich wieder ein Festival für alle MoerserInnen werden“, ergänzt Lohmann. Isfort fügt hinzu: „Wir spielen wieder etliche Szenarien durch und reagieren auf aktuelle Entwicklungen. Die LED-Wand bringt uns bei der dezentralen Gestaltung des Außengeländes einen Riesenschritt weiter!“ Die analoge Online-Variante mitten im Lockdown in 2020 hatte für weltweites Aufsehen gesorgt und diente anderen Festivals als Vorbild.

„Die Volksbank und das Festival ergänzen sich hervorragend“, freut sich Dr. Helena Lischka, Geschäftsführerin der Moers Kultur GmbH. Guido Lohmann sei ein echter Fan und bekleide auch den Vorstand des vor Weihnachten frisch gegründeten Fördervereins moersfriends. „Die Initiative stimmt einfach“, sagt Lischka. „Es ist ein tolles Angebot für alle, ein Lichtstrahl in diesen kulturell niedergedrückten Zeiten.“

Foto: moers festival | Illustrationen: Louisa Kron

Die Journalistin Franziska Buhre zieht für das Goethe Institut ihr Résumé zur Situation der JazzmusikerInnen und -festivals im pandemischen 2020.

https://www.goethe.de/de/kul/mus/gen/jaz/jah/22075239.html

Wir wollen eure Erinnerungen!


Zum 50. Jubiläum des moers festival arbeiten wir an einem Projekt und brauchen dabei eure Hilfe.

Habt ihr noch Fotos von besonderen Momenten auf dem Festival?
Erinnerungsstücke, die für euch eine Geschichte erzählen?
Ein Bild, das ihr für immer mit Moers verbinden werdet?

Teilt sie mit uns! Schickt eure Moers-Erinnerungsfotos an meinmoers(@)moers-festival(.)de.

Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

Von Inseln, Parallelitäten und Zeitbandenkämpfen
fight for future (forte fortissimo)


Edle Auserwählte,

die vergangene 49. Ausgabe des mœrs festival hatten wir ursprünglich als aufwirbelnden Vorabend vor dem 50. Festivaljubiläum geplant. Und hatten nach dem Motto „Vorabende kündigen Veränderungen an“ ahnungsvoll angemerkt, dass es doch merkwürdig wäre, wenn danach alles einfach beim Alten bliebe...
Tja, jetzt ist rein gar nichts beim Alten geblieben. Shutdown, Lockdown-Leid und ein krachender kultureller Knockout.

Kapitänin Miss Unimoers hatte uns in diesem Jahr mutig hinaus in die raue See gebracht, durch wilde Untiefen manövriert, hat sich abstrampelnd, selbstpeitschend oder kniefallend aufgeopfert, um über 200 aus aller Welt angereiste Musikanten vor dem feuerspeienden Ungeheuer zu beschützen und wir alle durften dabei zusehen, wie sie stellvertretend für die mœrswide vereinzelt versammelte PfingstjüngerInnenschar über 40 Konzerte lang aus der Festivalwerkstatthalle kreativen Impfstoff in die Welt gespreaded hat - new ways to fly.

Miss Unimoers ist in die Weiten des Alls zurückgekehrt - und wer weiß, wann sie wiederauftaucht. Doch die wütende Bestie ist offenbar gekommen, um zu bleiben. Wir werden uns aber von diesem blasierten hässlichen Monster nicht den 50. Geburtstag verderben lassen und bereiten uns auf die Pfingstfestspiele 2021 vor, an denen wir es dann gehörig an der Nase herumführen werden. Noch können wir euch leider nicht sagen, welcher Gestalt das 50. mœrs festival sein und wie dessen Aggregatzustand wird, wie hoch der Anteil an analogem Konzerterleben sein kann und inwieweit wir das gemeine Biest digital austricksen müssen.

fight for future! Gewappnet jedoch mit unseren Erfahrungen aus 2020, unterstützt durch flüchtige Zeitbanden wie die 451-Mœrphs (oder die radikalen Pyrills ’72) und mit taktischer Rückendeckung der Ministerinnen der Freejazzförderation, dem Feuerschutz der Stiftungs- und Rundfunkräte und - wie immer - unter dem protegierenden Licht des guten Moerser Mondes treten wir entschlossen dem unappetitlichen Verbrennen der Kultur entgegen.

Ausgerüstet mit Desinfektoren, mœrs-masques, Regenkluft, Picknickdecken, Strandmuscheln, Henkelmann und Henkelfrau, konspirativen Kommunikationsapparaturen radeln wir auf mœrcycles von einer Festivalinsel in die nächste Parallelität, treffen sich andernorts unsere Avatare bei minus 112° Fahrenheit im verschwimmenden Grün des einstigen Schlossparks und des virtuell-greenen mœrsland.

Dem kann kein noch so fieser Feuerdrache, kein Querburger oder Reichsdänker folgen. Wahrscheinlich nicht. Nein, ich bin sicher: Es ist euch Auserwählten vorbehalten!

Unter eurer Beteiligung wird nach fünf Jahrzehnten Utopie, Einzigartigkeit und unglaublich guter Energie das 50. mœrs festival zum Austragungsort von:
„Der Kampf um die Zukunft!“ ...“ukunft!“ - „unft!“ - „ft!“. (mit sattem Nachhall...!) Ehrlich.
Und es hängt nicht weniger an eurer Mitarbeit als:
- der Sonderstatus der Kultur in unserer Verfassung
- die Freiheit der Kunst
- und die Zukunft der gesamten Musik weltweit
Nicht, dass irgendetwas davon wichtig wäre - aber wenn ihr nicht mitmacht, gewinnen vielleicht im Zeitbandenkampf die radikalen Pyrills ’72 und überziehen die Welt für immer mit Schlagern, Musicals oder Seeungeheuerjazz. Save Our Souls!

Ihr seid aber auch eingeladen ins Festivelefantengedächtnis! Seit mehreren Jahren recherchieren wir zu 50 Jahren mœrs festival, dem ‚NewJazz Festival‘, „dem Jazz“ oder den Pfingstfestspielen zu Moers. Diesen Schatz möchten wir mit euch teilen und mit euch ins Gehirn des Festivelefanten eintauchen, wo sich bemerkenswerte, unterhaltsame und spannende Geschichten angesammelt haben, geradezu photographische phantastische Eindrücke und Raritäten abgelegt und natürlich auch musikalische Schätze aufbewahrt sind. Ein halbes Jahrhundert Moerser Stadtgeschichte - mit jeder Menge Zauber, Mut, Poesie, Kontroversen, Verstörung und Versöhnung wollen (neu-)betrachtet werden. Wir wandeln dabei durch Moers, entdecken auf Klangpfaden, blättern in Festivalgeschichten und diskutieren über die nächsten 50 Jahre.

Damit die fiese Bestie unseren Plan für das Jubeljahr nicht durchschaut, wird es diesmal keine Early Bird Tickets geben (sie würden sofort aufgefressen werden). Stattdessen werden wir euch über geheime Kanäle und chiffrierte Zeichen über unsere für 2021 dann maßgeschneiderten Ticketangebote wie folgt informieren: Wenn das Bambi im Fenster des Erdgeschosses im Ostring 9 in Moers am 1. Februar 2021 mit seinem linken Auge um 12:00 Uhr einmal kurz zwinkert, beginnt damit der Kartenvorverkauf zu „Der Kampf um die Zukunft!“. (Das müsst ihr euch jetzt wieder mit ordentlichem Echo vorstellen...!)

Um das feuerspeiende Meeresungeheuer im Zaum zu halten (bzw. immer wieder in die raue See zurück zu locken), müssen wir dieses mal das Mittel der Schwarmintelligenz nutzen, d.h., dass wir, die Auserwählten, nicht sämtliche Konzerte auf allen Moers-Inseln werden sehen können. Aber zum Glück sind da ja noch die 451-Mœrphs, die uns in ihrer Parallelwelt im fight for future helfen...

In diesem Sinne: gesunde Weihnachten!

Tim Isfort

Zum 50. Mal fallen Tenor-Berserker, subversive Audio-Agitatorinnen, Elektro-Nerds, wütende Poetinnen, abseitige instand composers, atemberaubende Virtuosinnen und die Legenden und Legendinnen von Morgen in ein kleines Dorf am beschaulichen Niederrhein ein: Es ist Pfingsten, es ist mœrs festival! Ein Weltereignis des Unvorhersehbaren, ein Fest der scharfen Sinne – so manche und mancher blickte danach ein wenig anders auf die Welt und kam im nächsten Jahr noch neugieriger zurück. Was genau vom 21. – 24. Mai 2021 in der Halle, im Festivaldorf, im Park und überhaupt in der ganzen Stadt passiert, wird hier noch nicht verraten, nur so viel: Es wird noch anders, als ihr denkt!

Der 1940 geborene Komponist Julius Eastman war keiner, der sich anpasste. Als homosexueller Afroamerikaner ging er mit seinen Wurzeln und seiner Sexualität sehr selbstbewusst um, was sich in Titeln wie „Evil Nigger“ oder „Gay Guerilla“ zeigt. Integrität und aufrichtiges Anerkennen der eigenen Identität sind Kern dieser Stücke im Stil der Minimal Music. Kai Schumacher hat nun mit den Pianisten Patricia Martin, Mirela Zhulali, Benedikt ter Braak zwei der bekanntesten Kompositionen auf dem mœrs festival 2020 an vier Flügeln interpretiert. Herausgekommen ist ein zeitgenössischer Klangrausch und eine Hommage an den Komponisten, dessen Werke minimal in der Form, aber maximal im Effekt sind.

Die Aufnahme ist ab sofort bei uns im Shop erhältlich.